Die Ausbildung
Ein Blindenführhund muss viele Voraussetzungen erfüllen, die ihn für seine wichtige Aufgabe als "Engel auf Pfoten" geeignet machen.
Am gebräuchlichsten sind die Hunderassen Deutscher Schäferhund, Amerikanisch-Kanadischer Schäferhund und Labrador Retriever.
Ein Hund, der zukünftig als Blindenführhund arbeiten soll, muss vom Wesen her entsprechen und vollkommen gesund sein. Er wird regelmäßig durch einen Tierarzt streng kontrolliert um zur Ausbildung und später zur Prüfung zu gelangen. Die Ausbildung eines Führhundes beginnt etwa im Alter von einem Jahr und dauert je nach Lernfähigkeit des Tieres zwischen sechs und acht Monaten. Blindenführhunde sollten spätestens mit dem 2. Lebensjahr vollständig ausgebildet und ihrem zukünftigen Halter übergegeben werden.
Bis dahin leben die Tiere entweder bei Patenfamilien oder beim Ausbilder, der entweder selbst Züchter ist oder die Tiere im Welpenalter zugekauft hat.
Hauptaufgabe des Hundes ist es, im Führgeschirr zu gehen und seinen Besitzer überallhin zu führen. Hindernisse sollten entweder umgangen werden oder durch Verweigern des Weitergehens so angezeigt werden, dass sie der Führhundhalter mit seinem Stock ertasten kann und ein anderes Kommando geben kann. Dies ist etwa bei Höhenhindernissen oder Absperrungen der Fall und eine besondere Fähigkeit von Blindenführhunden.
Ein Blindenführhund kann auf Kommando verschiedene Ziele und Orte aufsuchen z.B. Aufzüge, Treppen, Türen, Sitzgelegenheiten, Zebrastreifen. All diese Fähigkeiten und die dazugehörigen Kommandos werden immer wieder trainiert.
© 2010 Engel auf Pfoten
